am 5. Januar 1757

Januar 5, 2018 admin 1 comment

stach Robert Francois Damiens, 42jähriger Bürger Frankreichs und ehemaliger Soldat,  auf seinen König ein, der gerade in seine Kalesche steigen wollte. Ludwig XV wurde jedoch nur unerheblich verletzt.

Der Attentäter kam nicht ganz so leicht davon.

Zunächst ruinierte man auf der Folter seine Beine derart, dass er nie wieder laufen konnte. Das geschah, um ihm die Namen eventueller Planer oder Mittäter zu entreißen. (Man argwöhnte, es habe sich um ein Komplott der Jesuiten gehandelt.)

Damiens‘ Hinrichtung wurde eine ausführliche solche. Das Volk drängte sich ringsherum, die feinen Herrschaften saßen auf den Balkons wie auf Logenplätzen.

Zunächst verbrannten die Gehilfen des Henkers Damiens Tathand mit brennendem Schwefel, dann rissen sie mit glühenden Zangen Stücke aus seinem Körper und gossen kochendes Öl und Pech in die tiefen Wunden. Er dürfte ziemlich geschrien haben.

Anschließend rissen sechs Pferde den Mann auseinander, was nur gelang, nachdem  man ihm Arm- und Beinsehnen durchtrennte.

So kreativ können Menschen sein.

Immerhin handelte es sich um ein absolutes Kapitalverbrechen: Königsmord. Ein Bürger durfte ja nicht einfach seinen Regenten abmurksen. Nach dem damals geltenden Recht verlief alles völlig korrekt.

Ziemlich genau 37 Jahre später allerdings, im Januar 1793, murksten französische Bürger ihren Regenten ab, indem sie ihn auf der Guillotine enthaupteten. Dafür wurde niemand gevierteilt oder so was, weil die Hinrichtung einem Urteil nach dem inzwischen geltenden Recht folgte. Wieder war, befriedigenderweise, alles ganz korrekt…

 

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