Möchte jemand ein Bulletin, meine neue Erkältung betreffend?

März 27, 2018 admin 2 comments

Also, der Husten hat sich sehr erholt. Ich hatte mich ja ein wenig über ihn mokiert, das muss er gelesen haben. Inzwischen nahm er gewaltige Ausmaße an, ungefähr 9,9 auf der Richterskala. Möglicherweise hatten sich meine Abwehrkräfte noch nicht genug erholt nach der Grippe, als sie’s mit den Erkältungsviren zu tun bekamen.

Gestern Vormittag war meine Stimme noch zu hören, wenn auch brüchig und piepsig (Der Löwe nannte mich vorübergehend Quietschi the Cat), doch ab mittags konnte ich nur noch flüstern. Und sogar das Flüstern tut weh. Deshalb bin ich für eine Weile recht schweigsam geworden.

Dabei fiel mir ein, dass die Menschen ja manchmal darüber diskutieren, was schlimmer wäre: taub oder blind zu sein.

Tinnitus hab ich seit dem vorigen Jahrtausend, vor allem im rechten Ohr. Mal schlimmer und mal ganz schlimm. Wer rechts von mir steht und versucht, mir diskret etwas anzuvertrauen, der vertut Zeit und Atem. Meine Ohren eignen sich vor allem prima dazu, Ohrringe dranzuhängen.

Kurzsichtig war ich über einige Jahrzehnte. Das fing ganz plötzlich an und verschwand ebenso hastig. Und wenn die Augenärztin, der ich damit kam, nicht zufällig gerade ein paar Tage vorher eine andere Patientin erlebt hätte, die morgens ihre Brille aufsetzte – nichts sehen konnte – die Brille putzte – nichts sehen konnte – und schließlich versuchte, einfach ohne Verstärkung aus den Augen zu blicken… Worauf sich genau so herausstellte, ihre Kurzsichtigkeit hatte sich über Nacht aus dem Staube gemacht – dann hätte die Ärztin mir sicher nicht geglaubt. So sagte sie: „Das passiert offenbar ganz ab und zu. Werfen Sie Ihre Brille weg und freuen Sie sich!“

Ich habe also schon hin und wieder darüber nachgedacht, ob ich es es mehr fürchten würde, nicht mehr sehen oder nicht mehr hören zu können. Und ich kam jedes Mal zu dem Schluss, am schlimmsten wäre es für mich, nicht mehr sprechen zu können. Stumm zu sein. Was sich dann auch auf das Schreiben erweitert. Nehmt mir die Möglichkeit, mich zu artikulieren, und ich hab meinen Zweck verfehlt.

Aber ich denke mal, keine Erkältung dauert ewig. Morgen kann ich wieder was sagen, spätestens übermorgen. Dann werde ich Ernst vorlesen. Der bemerkte nämlich vorhin, sein Hals täte so weh…

 

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