Am 10. Juli 1709 gab es ein Dreikönigstreffen

Juli 10, 2018 admin No comments exist

 

 

Und das hatte nicht das geringste mit Weihnachten zu tun.

Mehrere Tage lang besprachen der Gastgeber, der preußische König Friedrich I., und seine königlichen Gäste Friedrich IV. von Dänemark sowie Kurfürst August der Starke von Sachsen (der gleichzeitig König von Polen war) ein dringendes politisches Thema. Übrigens hießen nicht nur der von Preußen und der von Dänemark Friedrich – das war auch einer der Vornamen von August und halt damals ein höchst beliebter Name.

Der von Sachsen und der von Dänemark bemühten sich aus Leibeskräften, den von Preußen als Verbündeten gegen die Schweden zu gewinnen und ihm einen netten kleinen Krieg schmackhaft zu machen. 

Der preußische Friedrich wusste nicht so recht. Zunächst mal glänzte er vor allem als perfekter Repräsentant. Der Berliner Hof zeigte so glanzvolle Festlichkeiten, dass Preußen dafür einen größeren Kredit bei einem Bankier aufnehmen musste.

In der ‘Weltpresse’ wurde viel um die ungewöhnliche Kulmination so vieler Könige drumher gemacht, es entstanden sogar beeindruckende Gemälde, auf denen die gekrönten Häupter wirkten wie Kartenkönige.

Davon abgesehen kam nicht viel beim Dreikönigstreffen heraus: Preußen hatte Schweden verschiedentlich Neutralität zugesichert und hielt sich daran. Sachsen und Dänemark mussten sich damit begnügen, dass Friedrich I. Schweden jedenfalls keinen Durchzug gewähren wollte …

 

 

 

 

 

 

 

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