Am 15. April hat Dame Emma Thompson Geburtstag

April 15, 2022 admin No comments exist

Das Dame vor ihrem Namen zeigt, dass sie von der Queen geadelt wurde wie viele andere verdienstvolle englische Künstler.

Foto: Garry Knight

Emma stammt aus einer Schauspielerfamilie. Für sie scheint es nie ernsthaft einen anderen Lebensweg gegeben zu haben. Sie bekam bis jetzt – unter vielen anderen Auszeichnungen – zwei Oscars; einen für die Hauptrolle in dem Film Wiedersehen in Howards End, und einen für das Drehbuch zu der wunderbaren Jane-Austin-Verfilmung ‚Sinn und Sinnlichkeit‘ – in dem sie, 1995, ebenfalls eine Hauptrolle spielte. Eigentlich sollte ihr damaliger Ehemann Kenneth Brannagh sich auch daran beteiligen – doch von dem trennte sich Emma, nach sieben Jahren, genau zu diesem Zeitpunkt.

Der Film erzählt die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die eine neunzehn Jahre alt, die andere siebzehn, im England des Regency. Die beiden sind grundverschieden, wie es der Roman- bzw. Filmtitel sagt. Obwohl der meiner Ansicht nach etwas dran vorbeigeht, denn die beiden unterscheidet weder Sinn noch Sinnlichkeit – vielmehr zeichnet sich Elinor durch Vernunft und Disziplin aus, während Marianne romantisch und leidenschaftlich veranlagt ist. Eine wunderbare Geschichte und ein bezaubernder Film, der dadurch kein bisschen verliert, dass die meisten Darsteller ein gutes Stück älter sind als im Roman vorgegeben. (Dabei sollte man durchaus in Betracht ziehen, dass die Menschen vor zweihundert Jahren eine geringere Lebenserwartung besaßen und auch früher alterten als unsereiner.)

Der wunderbare Alan Rickman spielte beispielsweise Colonel Brandon, dem es zu schaffen macht, dass er mit Mitte 30 zu alt ist für Marianne. Tatsächlich war Rickman allerdings beinah fünfzig. Und Emma Thompson selbst, die ältere der Dashwood-Schwestern – angeblich unter zwanzig – auch schon Mitte dreißig …

Die Rollen wurden mit einer Reihe bewährter und bebannter Schauspieler besetzt, von Hugh Grant bis Imelda Staunton. Kate Winslet war noch nicht ganz so berühmt, es handelte sich bei Marianne Dashwood um eine ihrer ersten größeren Rollen. Immerhin entsprach sie – mit neunzehn Jahren – so ungefähr dem Alter der Person, die sie darstellen sollte.

File:Kate Winslet at the 2017 Toronto International Film Festival (cropped).jpg.

Schließlich suchte man noch einen Darsteller für den nichtsnutzigen Mr. Willoughby, einen möglichst attraktiven jungen Mann, der Mariannes Herz bricht. Dafür wurde ein hübscher dunkler Typ gecastet, der eher unbekannte Greg Wise. 

Foto: Gary Knight

Greg, damals 27, begab sich mit einer gewissen Spannung zu den Dreharbeiten. Ihm hatte nämlich kurz vorher eine Wahrsagerin versichert, genau dort würde er der Frau seines Lebens begegnen – und er fühlte sich ganz offen für diese Begegnung. Da war die schöne Kate Winslet, seine Partnerin, sieben Jahre jünger als er und sehr zum Verlieben. Greg begann unverzüglich, um das reizende Mädchen zu werben. Er lud sie bei Drehpausen zum Essen oder zu Ausflügen ein, er bemühte sich um ausführliche Gespräche, er machte Komplimente und funkelte mit den Augen.

Aber irgendetwas stimmte nicht. Weder reagierte Kate in wünschenswerter Weise – noch packte ihn selbst der süße Nebel der Verliebtheit. Sie schienen prima Kumpel zu sein und sich gut zu verstehen, doch je mehr sie zusammen waren, umso deutlicher verkrümelte sich jede erotische Spannung. Greg besprach sich in seiner Verwirrung über diesen Punkt mit der klugen Emma, sieben Jahre älter als er. Übrigens eine höchst attraktive Person, besonders witzig und geistreich. Seine Gespräche mit ihr wurden immer länger und drehten sich bald immer seltener um Kate Winslet.

Der reichte es eines Tages. Sie bat Emma und Greg um ein Gespräch zu dritt und fragte, wieso die beiden eigentlich nicht merkten, dass sie verliebt ineinander waren?

Emma Thompson und Greg Wise sind inzwischen seit 27 Jahren miteinander glücklich, seit 2003 auch verheiratet. Sie haben eine Tochter und einen Adoptivsohn. Die Wahrsagerin hat auf ganzer Linie recht gehabt!

Glücksfaktor: Begreifen, zu wem man gehört …

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