Die Loodiana

Januar 10, 2021 admin No comments exist

war am 10. Januar 1910 zwischen dem Hafen Port Louis auf der der Insel Mauritius und

Colombo auf Sri Lanka (damals hieß es noch Ceylon) unterwegs – also im Indischen Ozean und keineswegs im Bermuda-Dreieck. Trotzdem verschwand das Schiff spurlos.

Immer wieder mal passiert es, dass etwas oder jemand ohne Warnung abhanden kommt und sich trotz allen Suchens nicht wiederfinden lässt. In diesem Fall eine stattliche Schonerbark, aus Eisen gebaut.

Die Loodiana verfügte immerhin über 3269 Bruttoregistertonnen. Sie war ein Passagier- und Frachtschiff der British India Steam Navigation Company, am 19. Dezember 1884 in Schottland vom Stapel gelaufen. Sie besaß drei Masten, jedoch auch eine Dreifachexpansions-Dampfmaschine mit 372 nominalen Pferdestärken – das sind 277 kW. Das Schiff maß 103,66 Meter in der Länge, 12,86 Meter in der Breite und 7,80 Meter in der Seitenhöhe. Auf seiner letzten Fahrt hatte es 175 Menschen an Bord, 80 Passagiere und 95 Besatzungsmitglieder.

Inzwischen ist die Strecke – zwischen den Seychellen und  den Malediven hindurch – besonders beliebt bei Kreuzfahrtsschiffen, vor allem für Hochzeitsreisende, denn sie ist paradiesisch schön und strotzt vor Romantik.

Allerdings sollte nicht verschwiegen werden, dass der Indische Ozean ein launisches Geschöpf ist. Eben noch verträumt, platt und plan, leise glucksend, kann es ihm plötzlich in den Sinn kommen, wild herumzupantschen und in einen Zyklon auszubrechen, also einen tropischen Wirbelsturm – um vielleicht zwei Stunden später wieder spiegelglatt dazuliegen.

So ein Ausbruch wird als Grund für das plötzliche Ende der Loodiana vermutet. Man hat, als sie nicht im Bestimmungshafen ankam, wochenlang nach ihr gesucht. Doch es fand sich weder ein Überlebender noch ein Toter, nicht das kleinste Wrackteilchen. Bis heute ist ungeklärt, was mit dem großen Kahn passiert ist. Der Indische Ozean behauptet, er wäre es nicht gewesen …

Glücksfaktor: Schiffsreisen ganz ohne Sturm.

 

 

 

 

 

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