Mai 13, 2017 admin No comments exist

Als ich mit meinem Sohn, der damals sieben war, nach der Scheidung in eine neue Wohnung zog, war ich eine Weile sehr deprimiert. Ich fand mich selbst schrecklich hässlich und glaubte, keine Zukunft zu haben.

Arne saß in seinem neuen Kinderzimmer und arbeitete verbissen mit seinen Buntstiften auf dem Malblock. Um ihn herum häuften sich die zerknüllten Blätter – er malte etwas, das einfach nicht zu seiner Zufriedenheit gelingen wollte.

Endlich kam er zu mir gelaufen und zeigte mir das Bild einer wunderbaren Prinzessin.

Es schadete nichts, dass sie eine etwas füllige Taille und Wurstfinger besaß. Ihre Augen strahlten und sie hatte ein bezauberndes Lächeln.

“Hier, guck mal, Mami!”, sagte mein kleiner Junge, “So ganz ungefähr siehst du aus, aber natürlich milliardenmal schöner…”

Das hat mich gewaltig aufgebaut.

Ich habe es gerahmt und es hängt seitdem immer über meinem Bett…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.