Esther Williams wurde am 8. August 1921 geboren

August 8, 2021 admin No comments exist

und zwar bereits in Kalifornien. Sie starb dann auch direkt in Beverly Hills, 92 Jahre später. Dem kann man entnehmen, dass sie mit Hollywood zu tun hatte.

Besaß sie denn schauspielerisches Talent?

Nein, das nun weniger. Nicht einmal sie selbst behauptete das. Trotzdem war sie in den 40er und 50er-Jahren der Star in mehr als zwanzig Filmen.

Sie hatte ein hübsches Gesicht und eine reizende Figur, aber das alleine hätte ja nicht gereicht zwischen einer Million hübscher Gesichter und reizender Figuren, alle erpicht darauf, Filmstar zu  werden.

Doch Esther verfügte über einen beachtlichen Bekanntheitsgrad und ragte dadurch aus der Menge. Mit 16 Jahren gewann sie nämlich mehrere amerikanische Meisterschaften im Brust- und Freistilschwimmen, mit 17 stellte sie Schwimmrekorde auf. Eigentlich hätte sie in Tokio an den Olympischen  Spielen teilnehmen sollen. Die fielen bloß wegen des Zweiten Weltkriegs aus. (Japan hat irgendwie manchmal nicht so viel Glück mit seinen Olympischen Spielen.)

Statt sich also für Medaillen ins Wasser zu stürzen, nahm Esther Williams als weibliche Hauptdarstellerin an einem Wasserballett teil, einer großen Freiluftshow. Ihr zur Seite plätscherte  Johnny Weissmüller; wie man am Namen hört ein Importartikel. Der junge Mann war in Österreich geboren, und genau wie Esther erschwamm er Rekorde (unter anderem 5 !!! Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 1924). Durch den Sport bekam er außerdem ein nettes Figürchen, das ihn später befähigte, in zwölf Tarzanfilmen den Sohn der Affen zu mimen. Er erfand den berühmten Tarzanschrei, indem er anderthalb heimatliche Jodler einflocht. Hier haben wir ein Bild von ihm im Badeanzug ohne jeden Zwickel. (Siehe mein Blogbeitrag: Der Zwickelerlass.)

Aber zurück zu Esther Williams. Einer ihrer ersten Filme hieß Badende Venus, eine Art Wasser-Musical-Komödie, ganz auf sie zugeschnitten und ein großer Kassenerfolg. Sie war fast zwanzig Jahre lang in ähnlichen Werken auf der sonnigen, patschnassen Seite des Daseins zu bewundern. Hin und wieder versuchte sie es mit einer dramatischen Rolle, doch ihr fehlte nicht nur das schauspielerische Talent: das Publikum wollte sie so auch gar nicht sehen. Worauf  sie wieder ins Wasser ging.

Esther Williams war viermal verheiratet (einmal einschließlich dreier Kinder) und ließ auch sonst nichts rumstehen, was damals in Hollywood Mädchenherzen knackte – sie wusste in ihrem Memoiren eine Menge darüber zu berichten.

Nach ihrer Karriere als Wasser-Star trat sie noch ein wenig im Fernsehen auf. Außerdem präsentierte sie eigene Swimmingpools und Badeanzüge, sicher nicht zu ihrem Schaden.

Es ist anzunehmen, dass sie mit ihrem Leben sehr einverstanden war.

Glücksfaktor: Schwimmen zu können. Ich hab es erst spät im Leben gelernt …

Ach ja, und hier nochmal Jonny – gewissermaßen als Wecker und Haushahn des Dschungels:

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.