Farbig

September 10, 2019 admin No comments exist

Wieso ist die Welt nicht Schwarz-Weiß?

Vermutlich, weil es dann zu einfach wäre. Wir besitzen unsere gottgegebene Entscheidungsfreiheit – und sind doch keineswegs frei, weil all diese Farben uns beeinflussen.

Geplant ist etwa eine schlichte Zusage zu etwas, das rational sinnvoll scheint. Doch drumherum wabert ein merkwürdiges, galliges Gelbgrün. Da stimmt etwas nicht, oder? Noch schwieriger wird es, wenn ein Mitstreiter an derselben Stelle nur sanftes Goldgrün erkennen kann, anheimelnd und vertrauenerweckend. Dabei reden wir nie über die Farben, nur über die Fakten.

Möglicherweise ist eine Ablehnung fällig. Schroff und entschieden. Aber genau an dieser Stelle schwimmt so viel weiches Rosa umher und tut so gut … Man kann ja auch etwas später ablehnen. Oder nie …

Die Farben sind beweglich, sie wachsen oder schrumpfen. Andere Lebewesen mischen Buntes dazu, worauf sich plötzlich alles ändert. Aus klarem Rot und frischem Grün wird ein trübes Braun, das uns erdrücken kann. Aus spießigem Tütenblau und grellem Rot entsteht das lieblichste Violett, von zarter Fliederfarbe bis zu samtdunklem Lila, auf dem unsere Lebensgeister tanzen.

Wurde ein Behälter oder ein Herz lange mit einer bestimmten Farbe gefüllt und dann ein anderer Farbklecks hinzugefügt, dann mag das für den kurzen Augenblick alles ändern. Doch je mehr man rührt, desto entschiedener steigt die ursprüngliche Farbe nach oben und schluckt den fremden Ton. Was schließlich übrig bleibt, ist eventuell eine ganz leichte Schattierung.

Glücksfaktor: Sehen zu können …

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