Fernbeziehungen sind nicht nur anstrengend, sie sind auch teuer

April 24, 2018 admin No comments exist

Zunächst mal geht das ewige Hin- und Herreisen ins Geld.

Dazu kommt, dass man mit zwei Haushalten konfrontiert ist.

Entweder, man nimmt die winzige Pfanne und den Lieblings-Kartoffelschäler jedes Mal mit auf die Reise, oder man besitzt sie irgendwann doppelt, hier wie da  …

Dann kosten es Zeit, sporadisch getrennt zu sein. Ich finde es viel aufwendiger, den ganzen Tag zu chatten oder zu telefonieren, statt eben den Kopf zu wenden und zu sagen: “Übrigens …”

Also, alles in allem eigne ich mich nicht für Fernbeziehungen. Ich brauch Nähe.

 

Und dann Ernst! Hängt immer am Fenster rum und will wissen, wann der neue Papi denn nun wieder da ist.

Ich sage: “Ernst”, sag ich, “das hat so keinen Zweck. Das dauert noch ein paar Tage. Tu inzwischen was anderes und komm vom Fenster weg. Du beschmuddelst die Gardine, wenn du sie dauernd angrabschst.”

Jetzt weint er.

Wie schnell sich so ein Teddybär an jemanden hängt!

Ich putz ihm die Nase und frage: “Fehlt der Löwe dir wirklich so sehr?”

“Nee!” sagt Ernst.

“Jaaa…” sagt Ernst. “Also, er hat gesagt, wenn er zurückkommt bringt er ganz fürleicht ßoßolade mit. Und die Orankenmarmelade mit dem Ingwer drin. Die ist nämlich alle. Das ist mir vorhin passiert, aus Versehen. Ich wollte nur ganz bisschen davon naschen. Und mit’m Mal war sie weg  …”

 

 

 

 

 

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