Frauen in Hosen…

Januar 13, 2018 admin No comments exist

 

…gab es früher überhaupt nicht. (Falls wir die alten Germanen oder Kelten mal ausnehmen wollen, die sowieso sonderbare Ideen hegten und ihre Gefährtinnen im Krieg manchmal mitkämpfen ließen.)

Ansonsten, für ewige Jahrhunderte, trug ein Frauenzimmer unter dem Rock nicht mal ein vernünftiges Höschen.

Das Fahrrad, in dem sich ein Rock wunderbar verheddern konnte, machte mancher Dame Mut, ein Beinkleid zu tragen – bekläfft von Tugendwächtern und vielen besorgten Männern, die mit dem Weltuntergang rechneten.

Richtig in Schwung kam Hosenmode für Ladys durch die Weltkriege. Sie mussten männliche Aufgaben in männlichen Berufen erfüllen, solange ihre Kerle  an der Front kämpften – dazu zogen sie praktischerweise häufig männliche Kleidung an.

Leider war es der kriegsbedingten Eisenbahnschaffnerin gesetzlich verboten, die bequeme Uniform mit Hosen außer Dienst anzuziehen.

Marlene Dietrich und andere berühmte Mädels zogen in den 30er Jahren lange weite Hosen an, manchmal ganze Herrenanzüge. Das half jedoch auch nichts: die Hose blieb für Weiber ein verbotenes Kleidungsstück.

1966 durfte Esther Ofarim nicht die Schwelle der Bar des Atlantic-Hotels in Hamburg überschreiten: sie trug einen (schnuckeligen) Hosenanzug.

1969 wurde Senta Berger, weil sie einen edlen Anzug anhatte, vor dem Dinner in einem Londoner Hotel zurück auf ihr Zimmer gejagt, um sich was Anständiges anzuziehen.

Noch 1970 durften Kundinnen im Londoner Kaufhaus Harrods kein Geld ausgeben, solange sie in Hosen steckten.

Inzwischen tragen Frauen in unserem Kulturbereich beinah nur noch Hosen, von morgens bis abends, in jeder Lebenslage. Und einige Modeschöpfer unternehmen immer mal wieder den verzweifelten Versuch, Männer in Röcke zu stopfen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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