Gestern Vormittag

Januar 12, 2018 admin No comments exist

gab es in der Elbmarsch eine seltsame Beleuchtung. 

Die Sonne sieht aus wie von Van Gogh gemalt, ein dickes helles Knäuel, sich selbst unähnlich. 

Einige gefrorene Pfützen liegen auf den Feldern und dem Weg. Ein kleines Mädchen, das mit seinem Vater und zwei Hunden spazierengeht, ruft begeistert: “Oh, ein Eis!”

Völlige Windstille – in der Marsch! – und ein schwerer Duft nach feuchter Erde, gemischt mit Nordseeluft. Na, vielleicht auch nur Elbschlick, der Fluß wohnt ja gleich nebenan. Die Windanlagen lassen ihr Flappflappflapp bleiben, stehen still und denken nach.

Irgendwas ist mit der Zeit passiert. Mir ist so, als könnte ich, wenn ich nicht so genau hinschaue, Wikinger oder Germanen sehen und mittelalterliche Bauern. 

Dann kommt von Westen eine dunkle Wolkenschicht, gleich darauf ein Club gesprächiger Möwen, alles rangiert ins Diesseits zurück.

Und irgendwer stellt den Wind wieder an…

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