Heute

Posted by admin on 7. Januar 2021

Winter

 

COLD (Annie Lennox)

Komm zu mir,

Renn zu mir

Tu’s und sei fertig mit mir

Existier ich nicht mehr für dich?

Leb ich nicht mehr für dich?

Alles, was ich besitze

Gegeben mit Zärtlichkeit

Eingewickelt in ein Geschenkband aus Glas

Gott allein weiß,

Wie ich für diese Dinge bezahlt habe

Sterben ist einfach,

Es ist das Leben, das mich zu Tode erschreckt

Ich wäre so zufrieden, würde ich nur deinen Atem hören!

Kalt ist die Farbe des Kristalls,

Das im Schneelicht aus den Himmeln fällt

Fang mich und lass mich untertauchen

Denn ich möchte in den Brunnen deiner Augen schwimmen

Ich möchte bei dir sein, Liebling,

Lass mich in dein Herz schlüpfen

Gehör ich denn nicht zu dir, Liebling?

Weißt du denn nicht, dass nichts uns auseinandereißen kann?

Komm zu mir, komm, komm, komm!

Ich sage dir, dass ich dich vom ersten Moment an geliebt habe

Aber je mehr ich dich will,

Desto weniger bekomme ich dich

So ist das eben immer … 

Der Winter hat uns erfrieren lassen

Lass Liebe uns halten

Jetzt zittern wir

Und das Eis glitzert blau …








 

 

 

 

 

Posted by admin on 6. Januar 2021

Am 6. Januar 1863 gab’s ein Patent auf die Rollschuhe

Das geschah in Amerika und zwar mitten im Bürgerkrieg. Man sollte meinen, dass niemand dort  Muße für’s Rollschuhfahren oder Lust dazu gehabt hätte. Das Patent erhielt der Erfinder James L. Plimpton, der hatte sich die Sache mit den vier breiten Rollen unter der Sohle ausgedacht.

Rollschuhe an sich gab es bereits viel eher (und Schlittschuhe noch weit vorher, auf denen – aus Knochen gefertigt – bewegten sich teilweise unsere Ur-Vorfahren, dem Mammut hinterher, über zugefrorene Gewässer).

Der belgische Geigenspieler und Musikinstrumentenbauer Jean-Joseph Merlin (1735 – 1803) wird meistens als eigentlicher Erfinder der Rollschuhe genannt. Er hatte sich gut hundert Jahre vor Plimpton so was Ähnliches wie Inline-Skater ausgedacht, nicht vier dicke Räder nebeneinander – sondern drei schmalere hintereinander, unter die Sohle montierte Laufrollen. Das sah sicher eleganter aus und sollte übrigens auch die schnittigen Schlittschuhe nachahmen, statt auf einer Eisfläche etwa auf der Theaterbühne (um dort Eislauf vorzutäuschen) oder sogar in der Wohnung.

Merlin, der teilweise in Paris und teilweise in London lebte, wollte seine Erfindung gern am englischen Königshof empfehlen und bekam 1760, anhand eines Maskenballs in Carlisle House, tatsächlich die Chance dazu.

Er hatte eine tolle Idee, um seine Erfindung auf charmante Art vorzustellen. Da er Geigen nicht nur baute, sondern auch recht anständig darauf spielen konnte, schnallte er sich selbst seine Erfindung unter die Füße, lupfte eine Violine ans Ohr und begann, süße Weisen fiedelnd, zunächst sachte und dann mit mehr Schwung, über die Flure und Parkettböden zu rollen.

Das Publikum war wünschenswert verdutzt. Das steigerte sich, als die Geschwindigkeit der Melodie und des Erfinders zunahm. Leider jedoch besaßen die Rollschuhe keine Art von Bremsvorrichtung. Um zu stoppen, hätte man sich irgendwo festhalten müssen. Merlin umklammerte allerdings mit der einen Hand die Geige und mit der anderen den Bogen. Insofern krachte er in voller Fahrt in einen riesigen Kristallspiegel am Ende eines Flurs – der Spiegel und der Erfinder verletzten sich erheblich.

Woraus sich ergab, dass niemand, der das betrachten durfte, den Wunsch verspürte, sich eigene Rollschuhe anzuschaffen.

Glücksfaktor: Ideenreichtum. Auch, wenn’s mal daneben geht …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Posted by admin on 4. Januar 2021

Am 4. Januar feiern die Amerikaner den Spaghetto

Nein, um ehrlich zu sein, es handelt sich um den Tag der Spaghetti. Was will man schon mit einem einzigen anfangen?

Das Material für die leckeren, aus Italien stammenden Kerlchen ist normalerweise Hartweizengrieß. Ein Spaghetto sollte gekocht zwei Millimeter Umfang besitzen – was bedeutet, er darf nicht zu sehr aufquellen, dann ist er zu weich und schlabberig. Er präsentiert sich jedoch, wenn er etwas auf sich hält, ‘al dente’, bissfest. (Zahn heißt auf Italienisch Dente, siehe Dentist.)

An Länge besitzt ein anständiger Durchschnittsspaghetto ungefähr 25 Zentimeter. Meine Mutter pflegte die Nudelware häufig vor dem Kochen zu zerbrechen, was meinen Vater furchtbar wütend machte. Sie fand es praktisch, er fand es barbarisch. Tatsache ist, Spaghetti MÜSSEN lang sein, etwas anderes steht ihnen nicht zu Gesicht. Spago bedeutet Faden oder Schnur, Spaghetti also Schnürchen. 

Es ist, sofern man ein feines Luder sein möchte, völlig uncool, die Dinger mit dem Messer zu zerschneiden. Non si fa! Um sie im Guten zu bändigen, teilt man einen sehr kleinen Spaghettihaufen mit der Gabel etwas seitlich vom Geschehen am Tellerrand ab und dreht, halbschräg, ein Knäulchen um die Gabelzinken. Normalerweise rechts herum. Der Löwe ist der einzige Mensch der mir jemals begegnet ist, der mit großer Eleganz und völlig geläufig seine Spaghetti linksrum dreht. 

Nein, man muss dabei nicht mit den Zinken auf dem Teller quietschen. Nein, man sollte keinen Löffel zu Hilfe nehmen, wirklich nicht. Nochmal non si fa. In vielen italienischen Restaurants in Deutschland wartet allerdings bereits ein Löffel neben der Gabel seufzend auf seine Aufgabe, weil die Italiener wissen, dass Deutsche so ein Hilfsmittel benötigen und sogar glauben, das sei völlig korrekt. Ist es aber, zumindest, wenn jemand Wert auf die absolut perfekten Tischsitten legt, nicht.

Doch natürlich wie immer, darf jeder, solange er sein Essen bezahlt oder dazu eingeladen worden ist, damit machen, was er will.

Einfacher ist es mit Spaghetti-Eis. Das haben Ender der 70er-Jahre mehrere italienische Eiscafé-Besitzer unwillkürlich gleichzeitig erfunden. Sagen sie. Am ehesten jedoch wahrscheinlich Dario Fontanella, ein Mannheimer Speiseeishersteller. Und Spaghetti-Eis darf einfach mit dem Löffel gegessen werden …

Glücksfaktor, in jedem Fall: Gutes Essen! 

Posted by admin on 3. Januar 2021

Sergio Leone wurde am 3. Januar 1929 geboren

Obwohl ‘Leone’ Löwe bedeutet – und obwohl ein liegender Löwe aus Stein seine Grabstätte ziert – war er demnach ein Steinbock. Sein Vater, Roberto Roberti (eigentlich Vincenzo Leone) zählte bei Sergios Geburt schon fast 50 Jahre. Was meine Theorie bestätigt, dass es kein Beinbruch ist, ältere Eltern zu haben. Roberto Roberti war Schauspieler, aber auch einer der ersten Filmregisseure Italiens und verheiratet mit einer der ersten (Stumm-) Filmschauspielerinnen, Edvige Valcarenghi.

Zwar studierte Sergio Leone in seiner Jugend mal ein wenig Jura – doch er sah wohl selbst schnell ein, wie albern das in seinem Fall war. Seit er halbwegs laufen konnte, hatten Papa und Mama ihn mit in die Studios geschleppt. Aufgewachsen mit dem harten Knall der Klappe und dem Hupen, das ‘Ruhe’ im Studio verlangte, verstand er sich auf so ungefähr jeden Aspekt der Filmerei, vom Beleuchten bis zum Schnitt. Er hatte, seit er 14 war, als Kabelträger, Aufnahmeleiter oder, wenn’s gerade nötig war, Statist gearbeitet. Und natürlich ging er ins Kino, so oft er nur konnte. Beim Filmklassiker Fahrraddiebe von Vittorio de Sica machte Sergio 1948 schon mal die Regieassistenz.

In den 50er-Jahren liebte das Filmpublikum so genannte ‘Sandalen-Filme’, dramatische bunte Riesenschinken, die im klassischen Altertum spielten: oben Locken, in der Mitte ein Schwert und unten besagte Sandalen, von hinten monumentale Orchestermusik, die jede mögliche Regung der Helden mit Geigen und Pauken untermalte. Leone fungierte in zwei der bekanntesten Machwerke dieser Art – Quo Vadis und Ben Hur – als Regisseur des zweiten Aufnahmeteams. Beides waren Hollywoodfilme, die jedoch mehr oder weniger vor Ort, nämlich in Italien, gedreht wurden.

Er hatte eine Schwäche für Wildwest-Filme, obwohl man ihm erklärte, die wollte (Anfang der 60er) kein Mensch mehr sehen. Bis in die späten 50er stammten Filme dieser Art aus Amerika  – wenn wir freundlichst von Karl May und Pierre Brice absehen wollen. In amerikanischen Wildwestfilmen ging es überwiegend hochmoralisch zu. Es gab die Guten, schön von Angesicht und auf einem weißen Pferd, in frisch gebügeltem Hemd und in jeder Lebenslage glattrasiert. Dagegen mochten die Bösen schon mal einen Hemdknopf nicht geschlossen haben und möglicherweise, wenn man sie sehr ärgerte, leise fluchen. 

Etwas anders kamen dann noch  Die glorreichen Sieben angaloppiert, Yul Brynner an der Spitze. Das wirkte frecher, witziger, ziemlich ungewöhnlich. Der Regisseur John Sturges hatte sich ganz schlicht am berühmten Werk Die sieben Samurai des brillanten japanischen Regisseurs Akira Kurosawa orientiert, aus den Samurai Revolverhelden gemacht, das ganze nach Mexiko verlegt und seinen Darstellern den obersten Hemdknopf geöffnet. 

Vermutlich hielt Sergio Leone das für eine gute Idee, denn er bediente sich ebenfalls bei Kurosawa und dessen letztem Film: Yojimbo – Der Leibwächter. Die Geschichte eines fremden Kriegers (bei Kurosawa ein stellungsloser Samurai, bei Leone ein ziemlich introvertierter Meisterschütze) der in einem kleinen Nest auftaucht und den darin herrschenden Kleinkrieg zweier Verbrecherbanden zum eigenen Besten beendet: Daraus wurde Für eine Handvoll Dollar, 1962 der ersten Film seiner ‘Dollar-Triologie’, 

Bei Leone wirkte der Wilde Westen endlich mal wirklich wild – und endlich authentisch. Den Protagonisten perlte sehr zu recht der Schweiß auf die Bartstoppeln, sie hatten dreckige Fingernägel und schlugen nach Brummern.

Wie in Hollywoodfilmen der 40er-Jahre, (die sich ‘Film Noir’ nannten), standen die Retter und Helden dunkel schattiert da, nicht nur bestrebt, der Gerechtigkeit zu dienen, sondern durchaus interessiert an Geld und Sex und solchen Sachen. 

Leone holte sich den preiswertesten Hollywoodstar, den er kriegen konnte, mehr gab sein Budget nicht her. Das war der 34jährige mittelbekannte Fernsehseriencowboy Clint Eastwood. Der Hauptdarsteller und sein Regisseur waren nicht völlig begeistert voneinander, doch als Profis arrangierten sie sich. 

Leone zeigte sich etwas genervt von Eastwoods gleichbleibend verkniffen-ausdrucksloser Miene, und gerade die wurde schließlich zum Erkennungsmerkmal des zynischen, wortkargen ‘Fremden ohne Namen’. Bei den beiden Nachfolgefilmen Für ein paar Dollar mehr und Zwei glorreiche Halunken verstanden die beiden sich schon eine Spur besser.

Der Produzent des ersten ‘Dollar’-Films empfahl Leone einen jungen Komponisten, der seit einigen Jahren recht anständige FIlmmusik zustandebrachte. Leone, der Empfehlungen nicht liebte, ging ungern zu diesem Ennio Morricone – und wurde erfreut begrüßt. Morricone behauptete, sie seien alte Schulkameraden! Er konnte das sogar beweisen, mit einem Foto, das beide auf derselben Schulbank zeigte. Sie waren altersmäßig kaum zwei Monate voneinander entfernt, zwei Genies aus einer Klasse. Ihre erfolgreihe Zusammenarbeit hielt lebenslang. 

So, wie der ausgefuchste Filmfachmann Sergio Leone, alles andere als ein unsicherer Anfänger,  Sachen zeigte, die recht ungewöhnlich waren, so erfand Ennio Mirricone dazu die ganz passende, bis dahin im Kino unerhörte Musik.

Leone leistete sich in aller Ruhe extreme Großaufnahmen der Darsteller, Landschaftsaufnahmen von Gesichtern, Poren und Wimpern, endlose, wortlose Minuten, in denen praktisch nichts passierte. Bis dahin hieß eine eherne Regel, damit langweile man das Publikum. In Leones Filmen dienten diese gnadenlosen Pausen im Gegenteil dem Aufbau einer enormen Spannung. Morricones Musik, durchsetzt mit Pfeifen, Koyotengeheul oder dem Klang einer Maultrommel, untermalten diese Stimmung.

Kritiker blieben beim ersten Film der Dollar-Triologie skeptisch bis ungnädig. Das Publikum sah das ganz anders: Für eine Handvoll Dollar wurde ein grandioser Kassenerfolg. Im nächsten Jahr und im Jahr darauf entstanden die beiden Folgefilme der Triologie, Für ein paar Dollar mehr und Zwei glorreiche Halunken – und darüber hinaus rundherum Hunderte weniger guter, aber immer noch sehr beliebter ‘Spaghetti-Western’ nach ähnlichem Muster. Sogar  Hollywood konzipierte seine Wildwestfilme nun eher nach italienischem Rezept, schmutziger und zynischer.

Sergio Leone war nach seiner Triologie ziemlich satt vom Wilden Westen und wollte gern einen Film über das Gangstertum in den USA machen. Doch ein bestimmter Erfolg verpflichtet und lässt sich nicht so leicht abschütteln: Die Geldgeber wollten gern große Summen zahlen – für den nächsten Western.

Also fand der erste Teil der ‘Amerika’-Triologie wieder im Wilden Westen statt: Spiel mir das Lied vom Tod mit Charles Bronson, Henry Fonda, Jason Robards und Claudia Cardinale, einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Er lief in einigen Kinos jahrelang – jedenfalls in Europa. Hollywood meinte, das Werk stark beschneiden zu müssen. Die gekürzte Fassung ergab jedoch kaum noch Sinn und hatte auch den künstlerischen Zusammenhalt verloren. So war dieser Film (und auch seine beiden Nachfolger) in Amerika ein Kassenflop.

Sergio Leone drehte als Regisseur nur noch zwei weitere Filme,1971 Todesmelodie mit Rod Steiger und James Coburn und ein Jahr später Es war einmal in Amerika mit Robert de Niro. Der letzte Film kostete inzwischen 30 Millionen Dollar, wurde wieder von irgendwelchen Leuten, die meinte, es besser zu können und mehr Gewinn herauszuschlagen, um eine halbe Stunde gekürzt und zerschnippelt und galt als misslungen – bis Martin Scorsese ihn 2012 bei den Filmfestspielen in Cannes in einer restaurierten Fassung präsentierte. Inzwischen ist er ein bewunderter Klassiker.

Das hat der große Sergio Leone nicht mehr erlebt. Er starb 1989 mit gerade mal 60 Jahren an einem Herzinfarkt. Er erhielt übrigens lebenslang keinen Preis …

Glücksfaktor: Die Möglichkeit, kreativ zu sein, ohne dass andere Personen ihre Griffel in dein Werk  stecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Posted by admin on 1. Januar 2021

Wie wird 2021 – astrologisch gesehen?

Astrologie ist keine Wahrsagekunst. Aspekte kann man aus den verschiedensten Richtungen betrachten und genau so unterschiedlich können sie sich auch zeigen.

Dass 2020 etwas Entscheidendes passieren würde, das vieles ändert, konnte ich sagen. Aber das hätte auch ein Weltkrieg sein können oder eine verheerende Naturkatastrophe. Mal angenommen, wir hätten wählen dürfen – würden wir eine der anderen Möglichkeiten vorziehen?

Geburten verlaufen in den seltensten Fällen schmerzfrei. Wachsen neue Zähne (vor allem Weisheitszähne), dann tut das weh.

Mitte Dezember bildete sich die Konjuktion von Saturn und Jupiter im Anfang Wassermann, Beginn einer Erlösung und Befreiung, nachdem beide – auch noch zusammen mit Pluto – lange im Steinbock gesteckt hatten und alles immer zwanghafter zu werden schien. 

Ist nun alles gut? Wird es (diesen Wunsch hab ich im vergangenen Jahr oft gehört) ‘wieder wie vorher’? Bestimmt nicht. Erstens war das Maskenjahr nur der Beginn einer entscheidenden Neuerung, also einer Art Revolution. Die wird sich jetzt weiterentwickeln und auch das ist, obwohl wahrscheinlich wünschenswert, kein durchgehendes Vergnügen. Der Sinn einer Revolution ist die Änderung und die funktioniert nicht unter Vollnarkose.

Zweitens steckt Pluto noch im Steinbock. Das ist insofern doof, als viele andere Planeten in Richtung  Wandlung streben, aber Pluto krallt sich gerade mal fest, will, dass alles so bleibt wie es ist und behindert so gut er kann den Umbruch. Wodurch die Sache komplizierter wird.

Drittens ist 2021 nunmal ein Saturnjahr, und der alte Saturn kommt nicht leichtfüßig daher, vielmehr liebt er Probleme. Nicht, weil er böse ist, sondern weil er hilft, sie zu lösen. Was er verachtet, ist Oberflächlichkeit, Beseitigung von Symptomen, ohne den Grund einer Krankheit zu erforschen. Wenn wir uns gutwillig auf die Saturnenergie einlassen, kann sie uns enorm weiterbringen, kollektiv und individuell.

Und wenn ich durchlese, was ich gerade geschrieben habe, dann finde ich es falsch formuliert. So wird zwar griffig, was für Aspekte dieses Jahr besitzt – aber es wirkt so, als ob das an den Planeten liegt. Dabei können die überhaupt nichts dafür. Sie drehen sich im Weltraum vor sich hin und um die Sonne auf ihrer vorgegebenen Bahn.

Würde ich beispielsweise Saturn interviewen über seine Absichten für die Erdenbürger im Jahr 2021, dann würde er sicher antworten: “Hören Sie mal, was interessieren mich Ihre irdischen Probleme? Ich verursache die nicht. Ich habe nur die Freundlichkeit, sie anzuzeigen …”

Da hat er Recht. So wenig wie eine Uhr dafür kann, dass die Zeit vergeht oder wie eine Benzinanzeige Schuld ist, wenn wir keinen Sprit mehr haben, so wenig bestimmen die Planeten unser Schicksal. Sie zeigen es nur an. Da sind sie dann auch noch ganz schön vorsichtig und sehr vieldeutig.

Glücksfaktor: Leben ist Entwicklung und Leben ist Wandlung.

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