Heute

Posted by admin on 30. Oktober 2018

Happy Birthday, Pady!

Als wir uns vor 26 Jahren das allererste Mal (bei ihm zuhause) begegnet sind, war er blau.

Buchstäblich himmelblau. So was hatte ich überhaupt noch nie gesehen, und ich machte mir einige Sorgen. Aber dann streifte ihm die Hebamme die Nabelschnur vom Hals, er holte Luft und quakte ein bisschen und wurde so rosa, wie es für ein nagelneues Baby wünschenswert ist.

 

Seit er sprechen kann, nennt er mich Tante Dagmar, was mich immer sehr gefreut hat und was ich gerne höre.

Er war ein schnuckeliges Baby, ein feiner kleiner Junge und er ist ein wunderbarer junger Mann geworden.

Alles Gute zum Geburtstag, Pady!

Glücksfaktor: wohlgeratene (Paten-) Kinder

 

 

Posted by admin on 29. Oktober 2018

Die RMS Rhone sank

in der Nähe der Britischen Jungferninseln. Die Rhone war ein englisches Passagier- Post- und Handelsschiff. Sie besaß zwar Segel, war aber genauso ein Dampfschiff und übrigens eins der ersten aus Eisen gebauten Boote.

Ihre Aufenthaltsräume und Kabinen zeichneten sich durch besonderen Luxus und ungewöhnliche Behaglichkeit aus.

Ende Oktober 1867 befand sich die Rhone in der Karibik und hatte gerade auf einer der Jungferninseln ihre Kohlenvorräte aufgefüllt, als das Barometer abstürzte und der Himmel sich schwarz färbte. Es war klar, dass es sich hier um den San Narciso Hurricane handelte, ein berüchtigtes Bürschchen, das in seiner kurzen Laufbahn mindestens 800 Todesopfer kassierte. Ein weiteres Passagierschiff, die Conway, lag im Hafen neben der  Rhone.

Die beiden Kapitäne fürchteten, ihre Schiffe könnten durch den Sturm im Hafen zertrümmert werden. Sie versprachen sich mehr davon, sofort auszulaufen. Und da die Rhone weitaus mehr Sicherheit  bot, wurden sämtliche Passagiere von der Conway herübergebracht und, so gut es eben ging, auf die Kabinen verteilt. Man packte sie in die Betten und band sie dort vorsorglich fest, damit sie nicht  bei heftigem Wellengang umherkullerten und sich verletzten. Das war eine damals ganz übliche Maßnahme.

Am 29, Oktober verließen beide Schiffe den Hafen. Die Conway wurde ziemlich schnell von San Narciso gepackt und versenkt. Es gab keine Überlebenden.

Die Rhone kam indessen einfach nicht vom Pier los – bis man feststellte, dass der Anker sich in einem Korallenriff verfangen hatte. Statt das als hilfreiche Idee zu betrachten, kappte man das Ankertau und fuhr trotzdem auf das offene Meer.

Das Schiff wurde sorgfältig um ein gefährliches Riff herum gesteuert – doch dann erschien Narciso und drückte den Schiffsrumpf gegen genau dieses Riff, wobei der Kapitän sofort über Bord ging und nie wieder gefunden wurde.

Von etwa 220 Menschen an Bord  überlebten nur 23 Mann, ausschließlich Besatzungsmitglieder. Sie klammerten sich an Masten und Takelage, die aus dem seichten Wasser ragten. und wurden von Fischern gerettet.

Die Passagiere, leider, ertranken allesamt, weil sie ja festgebunden waren. 

Das Wrack der Rhone, gar nicht  tief gelegen, ist heute ein künstliches Riff. Es dient als Taucherziel, ist der Lebensraum zahlreicher Meereslebewesen und war auch schon einmal Filmkulisse, nämlich für den Film DIE TIEFE.

Glücksfaktor: Darauf zu achten, ob ein Anker zu recht festhält …

 

 

 

 

 

 

 

Posted by admin on 28. Oktober 2018

James Kater

Es ist wirklich an der Zeit, dass Jimmy einen eigenen Blogtext bekommt.

Jimmy heißt eigentlich James. Ihm gehört das Haus, in dem Lydia und der Löwe und ich wohnen dürfen.

Jimmy ist ein schöner, liebenswürdiger und geselliger Kater. Wir sind seit langem verlobt.

(Mit all den andern verlobt er sich nie …)

J. Kater ist ausgesprochen menschenlieb. Er redet gern mit Menschen. Nicht Miau oder so … Er hat sich vielmehr eine spezielle Form der Kommunikation mit unsereinem angewöhnt. Wenn er mir  begegnet, im Garten beispielsweise, dann eröffnet er schon von Weitem das Gespräch. Das hört sich etwa so an: “Prrrrrprr – grugrugrugrrrrrrrit? Pirrrrri!” Es sind  eine Menge Schnurrlaute eingearbeitet, rollende Rs. Möglicherweise Katharinensisch?

Jimmy ist ein perfekter kleiner Tiger mit großen, klaren, graugrünen Augen. Manchmal fängt er eine Maus, meistens, um sie Lydia zu verehren. Zu diesem Zweck setzt er sein Mitbringsel in die Badewanne. Neulich hat er sich vertan und eine Ratte angeschleppt. Saß auch in der Wanne.

Er lässt sich ohne jedes Getue das Fell mit dem Staubsauger reinigen, falls es mal nötig ist. 

Er lauscht gern privaten Gesprächen, sehr diskret, hinter niedrigen Büschen oder Möbeln versteckt. Das wissen wir, weil er dabei mit dem Verräterli in der Luft malt. Das Verräterli ist die äußerste Schwanzspitze. Die guckt meistens irgendwo obendrüber- oder druntervor.

Glücksfaktor: ein ganz besonderer Hauswirt …

 

 

 

 

 

 

 

Posted by admin on 27. Oktober 2018

Die Popos …

… von Männern und Frauen unterscheiden sich oft deutlich, oder?

Eigentlich fällt mir gar kein Text dazu ein. Ich war nur gerade ein bisschen davon angeödet, dass sich niemand für Dünkirchen interessiert.

Schönes Wochenende!

 

Posted by admin on 27. Oktober 2018

Die Stadt Dünkirchen

wurde am 27. Oktober 1662 vom englischen König Charles II. an seinen Cousin Louis, den König von Frankreich, für fünf Millionen Livres verkauft. ( Das wären, so ganz ungefähr, 35 Millionen Euro.)

Charles benötigte offenbar gerade ein wenig Kleingeld und blickte sich gewissermaßen nachdenklich um, wie jemand, der überlegt, welche Teile seines Besitzes er auf den Flohmarkt werfen kann, weil er sie nicht so  dringend braucht oder weil er sich sowieso schon öfter drüber geärgert hat.

Dünkirchen ist eine Hafenstadt am Ärmelkanal, gegenüber England. Ihre strategisch günstige Position hat ihr ein unruhiges Schicksal beschert. Bevor sie englisch bzw. französisch war, gehörte sie bereits Flandern, Burgund und den spanischen Niederlanden und hörte auf die Namen Dunkerque, Duinkerke, Duunkerke und Dunkirk.

Im Frühjahr 1940 befand sich hier der größte Teil der britischen Armee eingekesselt, 370 000 Soldaten, und die deutsche Wehrmacht war ernsthaft im Anmarsch. Was die Briten brauchten, war ein Wunder, ein Retter.

Und der Retter kam! Er hieß Adolf Hitler, hatte es im ersten Weltkrieg nur zum Gefreiten gebracht, argwöhnte, dass seine Generäle da auf eigene Faust unterwegs waren und hatte das dringende Bedürfnis, ihnen zu demonstrieren, wer der Herr im Haus ist. Also erteilte er persönlich den ‘Halt-Befehl’, der in die Geschichte einging als eine der dümmste strategischen Taten. 

48 Stunden lang verharrten die deutschen Soldaten am Platze, statt weiter vorzurücken und einen grandiosen Sieg zu erringen.

Die verdutzten Briten konnten ihr Glück kaum fassen. In aller Eile starteten sie die ‘Operation Dynamo’, indem sie den größten Teil ihrer Truppen evakuierten. Sie segelten und ruderten und warfen den Motor jedes Schiffes an, das sie erwischen konnten, um die Männer über die 38 Kilometer Wasser nach Dover zu schaffen. Und nicht nur das: als die Engländer daheim merkten, was da lief, machten sich viele Zivilisten mit Schiffen jeder Art auf, um ihre Jungs rüberzuholen.

Rund 330 000 Mann wurden so gerettet.

Nach zwei Tagen erlaubte die ‘Oberste Heeresleitung’ dann, Dünkirchen zu erobern …

Glücksfaktor: 73 Jahre Frieden in Europa.