Heute

Posted by admin on 23. April 2019

Wie wir ganz beinah kriminell geworden wären

Eigentlich hat die wilde Hilde alles verursacht, oder, wie der Löwe sagen würde: “Die is et schuld!”

Ich fang mal vorne an.

Bei unserer Hochzeit, die wir als idyllisches Gartenfest zu gestalten wussten, hüpften auch einige grüne Frösche herum. Denn Lydia besitzt einen anmutigen Gartenteich.

Damals drehte sich die Konversation auch um das Liebesleben der Frösche und die Ergebnisse: Immer noch mehr Frösche. Lydia gab zu, dass sie hin und wieder … Also, wenn es allzuviel würden … Dann riete sie den Fröschen, stattdessen lieber ein gutes Buch zu lesen oder so. Das regte die wilde Hilde sehr auf. Sie liebt (unter anderem) Molche und derartige Lebewesen. Sie hat sogar sehr niedliche Molche, ich kenne einige. Sie verlangte also von Lydia, sie möge den Trieb der armen Tiere nicht drosseln und schon gar nicht Schlimmeres, sondern die Kleinen eben in die freie Natur umsiedeln.

Nun muss gesagt werden, dass in Lydias Garten Frau Venus regiert. Wir haben es hier mit einer kompakt erotischen Atmosphäre zu tun. Jeder, der das Gelände betritt, bekommt einen romantischen Blick und beginnt, das zunächst stehende Lebewesen zu streicheln.

Auch die Frösche. Gesang und Küsse ohne jede Rücksicht ob es sich um Prinzen handelt oder nicht. Und ohne jeden Gedanken an die Folgen. Also literweise Froschlaich.

Insofern Lydia, der Löwe und ich mit einem Eimerchen voll mit weißem, dunkel gepunktetem Schleim zum Himmelmoor, das liegt bei Quickborn.

Da gibt es kleine Wegweiser, die zeigen, wo es zu den Fröschen geht. Und sogar eine entsprechende hölzerne Figur.

Wir dachten, hier würden sich die Kleinen wohlfühlen, gedeihen, rotbäckig, mollig und glücklich werden. Fast hätten wir unser Eimerchen …

Doch da begegnete uns die Vorsehung in Gestalt einer ernsten, aber gutgesinnten Dame, die fragte, ob wir wohl bereit wären, fünfhundert Euro dafür zu bezahlen, dass wir den Genpool versauten. Es sei sowieso und überhaupt strafbar, Frösche umzusiedeln oder mitzunehmen oder auszusetzen oder harsch mit ihnen zu reden. Vor allem die im Himmelmoor wohnenden Moorfrösche dürften auf keinen Fall mit gewöhnlichen grünen Fröschen gekreuzt werden. Denn nur die Moorfrösche verstünden sich auf die Kunst, beim Balzen blau anzulaufen. So wie Forelle blau ungefähr. Kämen grüne Frösche dazwischen – du lieber Himmel!

Also sind wir mit unserem Eimerchen wieder nach Hause gefahren, wo sich die Froscheltern bereits Sorgen machten. Und haben den Laich zurück in den kleinen Teich gekippt.

Glücksfaktor: Die richtige Person, die zur richtigen Zeit die richtigen Tipps gibt.


Posted by admin on 21. April 2019

Der Osterlöwe

  • fragt am späten Abend des Karsamstag: “Wo haben wir denn eigentlich das Geschenkpapier?”
  • raschelt am Ostersonntagmorgen gegen halb sechs in der Küche herum
  • findet keine Schleifen und beklebt stattdessen die Pakete mit Hennen aus Filz
  • hat ein Geschenk mit Weihnachtspapier umwickelt, das einen Schneemann mit seinem lieben Weib zeigt
  • und macht gegen halb zehn ein phantastisches Frühstück mit genau richtig gekochten Eiern!

Glücksfaktor: In den großen Paketen waren alte Bände von Prinz Eisenherz!

Posted by admin on 20. April 2019

Gesegnete Ostern

Ein ganz besonders schönes, entspanntes, köstliches, liebevolles Fest wünsche ich allen!

Glücksfaktor: Tradition

Posted by admin on 19. April 2019

Karfreitag

In ihrer Jugend tanzte meine Mutter mit ihren Schwestern und einigen Freunden am Karfreitagnachmittag zu Hause zu Schallplattenmusik. Sie hat mir oft erzählt, dass plötzlich ihre Mutter ins Zimmer kam, eine zierliche schwarzhaarige Frau, deren Augen voller Tränen standen, während sie rief: “Ihr tanzt – und lacht – und Jesus Christus stirbt!” – und wie beschämt meine Mutter sich fühlte.

Als ich sehr klein war, dachte ich, es handle sich um einen Feiertag für Herrn Karl Freitag, der kein Fleisch vertrug, nur Fisch.

Später war ich für ein Weilchen ein wütender, unduldsamer Christ. Ich nahm es den Jüngern furchtbar übel, sich durch die Nacht geschnarcht zu haben im Garten Gethsemane, statt Jesus beizustehen. Ich wachte bis zum Ostersamstag hindurch und betete jede Stunde, gewissermaßen stellvertretend.

Vor einigen Jahren erklärte mir ein Bekannter, der mit einer anderen Religion aufgewachsen war, wie dumm wir Christen seien: wir beteten zu einem rechtskräftig verurteilten und exekutierten Verbrecher und trügen das Möbel, mit dem er hingerichtet wurde, um den Hals. Was sei das für ein Gott, der sich nicht einmal selber vor dem Tode retten könne?

Glücksfaktor: Ein etwas weiterer Horizont

Posted by admin on 3. April 2019

Der Löwe ist nicht nur grundgescheit,

humorvoll und überhaupt der Größte in schlichtweg jeder Beziehung – er kann auch Apfelkuchen backen. Und was für einen! Duftet nach Zimt, ist sowohl knusprig von außen als auch seidenweich von innen. Und lecker!

Eigentlich wollten wir noch diesem und jenem was davon abgeben

Und dann war er weg …

Glücksfaktor: Dass Kuchen ohne Zucker nicht nur genauso gut schmeckt wie der mit Zucker. Sondern sogar besser.