In Bärlin gibt es ganz viele Bären

Juni 2, 2022 admin No comments exist

Eine Reportasche von Ernst W. Schulz

Kürzlich musste ich nach Bärlin fahren. Ich sollte mich um eine nette Katze kümmern. Also eine richtige – Löwe-Papi sagt ja auch zu meiner Mami Katze. So eine nicht. Sondern hat vier Pfoten und einer eigenen Wiese zum Drankauen. Die heißt Cindy. Die Katze – nicht die Wiese.

Und ihr Frauchen ist nehmlich das Kind vom Löwe-Papi. Also eigentlich meine Stiefschwester, oder? Und die konnte sich nicht um ihre Katze kümmern eine Weile, weil sie ist gesegelt in der Karriebick.

Da bin ich ihr zu hilfe gekommen. Mami und Löwe-Papi auch mit. Die können etwas besser Büxen aufmachen als ich.

Wir sind alle in Löwe-Papis Auto gefahren, da ist meer Platz drinn. Das Wetter war eintlich nicht so dolle, außer am anfang. Und mittendrin hat meine Mami Geburtstag gehabt. Ich ja auch. Wir haben immer zusamm. 

Da hat der Löwe-Papi ihr Rosen gebracht und sie war ganz übergerrascht, weil da hat sie nämlich nicht mit gerechnet. Solche Rosen mit ganz dicke Köpfe. Ich sag ja wie Tante Lore, was soll das? Muss man immer beschneiden und Neues Wasser geben. Aber Mami freut sich werweißwie. Also.

Außerdem hat sie ein Tablett bekommen, nicht zum Sehrvieren, sondern so elektronisches. Und ich hab EIN LAPTOP bekommen!!! Aber da will ich jetzt nicht mit angeben, weil diese Reportasche ist von Bärlin. Und eigentlich war unser geburtstag schön, aber Ahms hat der HSV verloren. Ich weiß nicht, wer sich sowas ausdenkt! Das schmettert doch nider. Ich find das alles schlimm genuch mit Seuche und Krieg und so. Und dann noch das. Naja. Nur der HSV!

Wir waren nicht SO fiel unterwechs, weil eben meistens kalt und sauwindig.(Wer schreibt der darf auch herzhafte ausdrüke benützen.) Löwe-Papi und Mami reden immer schrecklich fiel mitnander und dann lesen sie auch immer und manchmal gucken sie Serjen. Ahms sind sie in Restorangs gegangen, da hab ich ja auch nix von. Und dann musste Cindy begöscht werden, die will dauernd ihr Klo sauber und noch was zu essen und spielst du mit mir? und so. Sie ist keine so erwaksene Katze wie Tante Lydia ihr Jimmy. Der kann raus und rein durch seine Klappe und hat ein eigenes Lehm und muss nicht bescheftigt werden.

Aber ich wollte doch mal Bärlin sehn, wenn wir schon da sind. Dann sind Mami und Löwe Papi endlich mit mir los, wie Toristen. War auch Zeit!

Zuerst hab ich gesehn, das da überall Bären sind in Bärlin. Ganz viele!

Also mehr als mann denkt.

Wir sind dann noch zum BrandenburgerTor, weil ich das so gerne wollte. Mami und Löwe-Papi nicht so unbedingt. Aber wegen mir dann doch.

Dann bitte ein Foto von Mami und mir und diesem Tor –

Und dann mit Löwe-Papi …

Außerdem war da so um die ecke der Reichs-Tag. Das ist ein Schloss und außerdem noch mehrere Häuser. Ich glaube, in dem Schloss wohnt der König oder der Kanzler.

Die meisten Häuser sind zimlich neu, weil einmal ham sie ihn schon abgebrannt. Und ein Teil heißt Geschirspühler oder Waschmaschine, mit som runden Risenfenster.

Eigentlich wollte ich alles noch viel doller fotografiert haben. Aber da hat es ihnen zu sehr gezogen!

(Die andern Leute die da rumlieffen, wussten auch alle nicht so Richtig, wie sie sich anziehn sollten. Paar haben Winterjacken angehabt und paar kurze Hosen.)

Dann ham wir noch Fotos gemacht hinter dem Reichs-Tag, da war es etwas weniger kalt. Da stehn solche würfel aus Marrmor. 

Bitte ein Foto mit Mami –

Und ein Foto mit Löwe-Papi. Gans Hinten guckt der Fernseeturm …

 

Dann wollten sie beide gar nichts mehr, hör auf mit Bärlin-angucken, nur noch heißen Kaffe!

Das war aber auch schön. Seit ich Löwe-Papi kenne mag ich manchmal ganz gern Kapputtschieno. Und dazu ein sehr feiner Kecks!

Das war unser interesanter Aufenthald in unserer deutschen Hauptstadt.

Glücksfaktor: So vereisen überhaubt, nicht?

 

 

 

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