Letzter Teil des Dänemark-Reiseberichts von Ernst Schulz im Jahr 2022

März 9, 2022 admin No comments exist

  (Der Titel-Vorschlag stammt von ihm selbst.)

Also abgesehen von dem interessanten Nebeltag hatten wir, wie gesagt, die ganze Zeit herrliches Wetter und wir sind natürlich viel rausgegangen.

Nachts war es sehr kalt – was hier liegt, ist kein weißer Sand, sondern dicker Raureif, morgens.

Tagsüber wärmte es sich schnell auf bis zu 7°.

Dies ist der Weg zum Strand. Wenn man die Augen zusammenkneift und ganz bis nach hinten guckt, dann sieht man den Rettungsring am Stiel. Und rechts daneben die kleine Baumgruppe mit der Tarzanpfütze und der Ostsee-Quelle.

Ernst hat auch mit Stine im Garten gespielt , aber wir sind vor allem am Strand langgelaufen, mal gemeinsam und mal auch alleine. Bei gemeinsam kann man gut reden. Aber bei alleine, finde ich, entdeckt man häufig viel mehr – und kann den anderen dann davon berichten.

Da ist der Mami zum Beispiel ein sonderbarer, großer Vogel begegnet. Möglicherweise eine Nonnengans, bloß hätte sie dazu weiße Bäckchen haben müssen. Leider tarnte sie sich höchst geschickt in den Steinen, so dass sie auf den Fotos  wirklich schwer zu erkennen ist. Freundlicherweise ist sie dann ein wenig geschwommen, um sich besser zu zeigen.

Hier noch mal im Video. Immerhin hört man teilweise, was sie zu murmeln hatte. Vielleicht ist es ja ein ganz langweiliger Vogel. Aber die Mami fand ihn sehr aufregend.

Wir sahen auch faszinierende tote Gegenstände wie etwa  diese uralten rostigen Tonnen- von Piraten? Aus dem Krieg?

Das Meer lag ja praktisch direkt vor der Tür, aber es gab auch tolle Wege rundherum. Der Löwe-Papi ist mal fast einen Dreivierteltag gewandert und hat beispielsweise ein weißes Märchenschloss entdeckt.

Foto: Hans Joachim Schneider

Und an den Eingangspfeilern etwas, das er besonders spannend fand: recht primitive, flache, ausdruckslose Steingesicher. Die sind zweifellos sehr alt.

Fotos: Hans Joachim Schneider

Im Hunsrück, in Sensweiler, gibt es schräg gegenüber dem Löwe-Geburtshaus eine uralte Kirche, ungefähr aus dem dreizehnten oder vierzehnten Jahrhundert. (So alt ist das Schloss in Dänemark auch.) Und an einer der Kirchenwände befinden sich ganz ähnliche geschnitzte Gesichter. Sie dienten wohl nicht, wie Gargoyles oder andere Fratzen, dem Abschrecken von Dämonen. Vielleicht einfach dem Schutz?

(Dies hier ist ein Kopf von der Kirchmauer in Sensweiler)

Foto: Hans Joachim Schneider

Am Wandertag vom Löwe-Papi war es besonders windig. Da hat er Kunstwerke gefunden, die der Wind selbst gemacht hat, Kreise aus getrocknetem Dünengras –

oder dies hier – Büschel von Seetang, zum Trocknen hingepustet.

Fotos: Hans Joachim Schneider

Foto: Hans Joachim Schneider

Wenn man ein supercooles Ferienhaus bewohnt, in dem viele schöne Sachen sind wie der Kaminofen oder ein Tischfussball und ein Pool zum Schwimmen, dann ist es fast ärgerlich, ständig vom schönen Wetter nach draußen gelockt zu werden. 

Morgens hat der Löwe-Papi Frühstück gemacht, denn der kann das am besten.

Abends hat Mami gekocht und mittags gab es meistens Salat, wegen gesund. Wir waren kein einziges Mal in einem Restaurant. Gelesen haben wir alle drei ziemlich viel. Und geredet. Oder einfach gechillt …

Ernst war dauernd im Pool. Dabei ist er eigentlich nicht die typische Wasserratte.

Na ja, um ehrlich zu sein: Da hatten irgendwelche Leute vorher so Aufpumpteile liegengelassen. Die hat Ernst sich um die Ärmchen gebunden. Weil er ja lieber etwas vorsichtig ist. Auf die Art hat es total krass Spaß gemacht …

Wir haben uns in der Sauna entspannt …

Und dann haben wir uns noch viel mehr nach der Sauna entspannt …

Überhaupt fanden wir, das war einer der entspanntesten Urlaube, die wir je gehabt haben.

Keine Seuchen. Keine Kriege. Nur Ruhe und Harmonie. 

Dann fuhren wir nach Hause und kriegten fast schon, je näher wir nach Süden kamen, Heimweh nach Dänemark.

Aber dann merkten wir: In Schleswig-Holstein scheint auch die Sonne. Und Tante Lydia hat uns einen Willkommens-Frühlingsstrauß auf den Küchentisch gestellt! 

Doch, es ist auch ein Glücksfaktor, wieder zu Hause zu sein …

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