Prinz Eugen, der edle Ritter

August 21, 2019 admin No comments exist

heißt ein altes Lied, dass den Helden einer Schlacht besingt.

Der tapfere Prinz war ein Feldherr der Habsburger. Sein Name lautete Eugen Franz von Savoyen-Carignan.

Und wer sich den edlen Ritter in schimmernder eiserner Rüstung und mit Federbusch-Helm vorstellt, der liegt (verständlicherweise) falsch. Eugen lebte keineswegs im Mittelalter, sondern im Barock. Was bedeutet, er trug zwar in der Schlacht einen Panzer vor der Brust, doch im Übrigen eine ellbogenlange Lockenperücke, Spitzen- und Rüschenbesatz an den Ärmeln und bestickte Brokatjäckchen. Darüberhinaus war er ein winzig kleines, schmächtiges Kerlchen und sein Leben lang keiner Dame zugeneigt. Er bevorzugte hübsche Pagen.

Ausgerechnet der soll ein berühmter Feldherr gewesen sein?!

Oh ja. Aber sowas von! Der kleine, zarte Prinz verfügte über ein geniales strategisches Denken und errang unzählige Siege. Besonders tat er sich im Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg hervor, 1716 bis 1718, in dem er die Festung Belgrad zurück eroberte, womit er Habsburg die Macht in Südeuropa sichern konnte.

Die Türken hatten den Angriff der Österreicher von vorn, vom Land her, erwartet, und das war vernünftig: Von hinten her konnten sie unmöglich kommen, da floß nämlich in ganzer Breite die Donau.

Doch der gewitzte Eugen ließ in aller Eile eine Pontonbrücke auf dem Fluß bauen und sein Heer über den schwankenden Grund hinweg antreten und anggreifen. Sie besiegten die verdutzten Türken

Ein bewundernder Zeitgenosse machte darauf ein Lied, das die kühne Tat feierte, und das bis auf den heutigen Tag bekannt ist:

Prinz Eugen, der edle Ritter,
wollt’ dem Kaiser wied’rum kriegen
Stadt und Festung Belgerad.
Er ließ schlagen einen Brukken,
daß man kunnt’ hinüber rukken
mit d’r Armee wohl in die Stadt …

In dem Lied wird übrigens auch behauptet, diese Schlacht hätte am 21. August stattgefunden. Das ist jedoch vermutlich nicht ganz richtig …

Glücksfaktor: Keine Schlachten, weder siegreiche noch verlorene. Frieden.

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