Um beim Thema zu bleiben: vor hundert Jahren, im März 1918, brach die Spanische Grippe aus

März 28, 2018 admin No comments exist

Eben ging der Erste Weltkrieg zuende, der 17 Millionen Menschenleben gekostet hatte. Darüber konnte die Grippe nur verächtlich lächeln. Sie entwickelte sich im Lauf der nächsten Jahre, bis 1920, zur entsetzlichsten Pandemie der menschlichen Geschichte, ließ Pest und Cholera weit hinter sich und verschlang weltweit zwischen 50 und 100 Millionen Leben.

Übrigens kam sie gar nicht aus Spanien. Doch weil die meisten der noch im Krieg befindlichen Länder nicht über die Krankheit berichteten, um der Kampfmoral nicht zu schaden, erschienen zunnächst nur in Spanischen Zeitungen Artikel über die Grippe. Zum einen war Spanien neutral, zum anderen erkrankte der Spanische König Alfons XIII. höchstselbst. Das war schon eine Notiz wert.

Man vermutet inzwischen, dass die Grippe zuerst in Amerika ausbrach, in einem kleinen Ort namens Haskell County im Bundesstaat Kansas. Drei Rekruten im dortigen Armee-Ausbildungslager litten an Grippe-Symptomen. Wenige Tage später gab es im Lager mehr als 1000 Infizierte – und  bereits 38 Todesfälle. Kurze Zeit später meldete  sich die Seuche aus zwei weiteren Ausbildungslagern in Georgia.

Die Soldaten nannten es Knock-me-down fever – und verbreiteten die Viren unfreiwillig an jeder Front, zu der sie geschickt wurden. Eine ganze Weile wurde behauptet, die Deutschen hätten sie, perfide und bewusst, ausgestreut, um ihre Feinde umzubringen.

Ein Merkmal der Krankheit war, dass sie vorm allem kräftige und vitale Personen in der Blüte ihres Lebens umbrachte, statt, wie sonst, sehr alte und ganz junge und schwächliche Menschen.

Und es gab kein Mittel gegen die Spanische Grippe, keine Medizin, die half…

 

 

 

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