Wie wichtig ist eigentlich die Augenfarbe?

Dezember 25, 2021 admin No comments exist

Ungefähr 75 % aller Menschen auf diesem Planeten haben braune Augen,

8 – 10 % blaue (die meisten im Ostseeraum)

etwa 5 % haselnussfarbige

und noch mal 5% bernsteinfarbene

3% haben graue Augen ohne Beimischung von Braun oder Blau oder Grün

und nur  ca. 2 % grüne.

Darüberhinaus existieren Personen mit Sonderfällen, etwa zweifarbigen Augen. Die englische Schauspielerin Jane Seymour, ein Bond-Girl, ist so ein Fall mit einem braunen und einem hell-goldgrünen Auge.

Der Schauspieler Harrison Ford besitzt ungewöhnliche Augen, weshalb in Biografien über ihn abwechselnd steht, die wären Blau, Blaugrün oder Braun. Tatsächlich haben sie einen merkwürdig metallic-artigen Schimmer, der den Betrachter, je nach Lichteinfall, mit einer anderen Farbe überrascht. Wenn man’s weiß und beim Anschauen seiner Filme darauf achtet, ist das ganz amüsant; Ich finde, vor allem in einigen Indiana-Jones-Filmen wird es deutlich; mal wirken die Augen strahlend blau, dann wieder dunkelbraun.

Von Marlon Brando haben viele Fans (also Menschen, die sich intensiv mit ihm und seinem Aussehen befasst hatten) ganz überzeugt behauptet, er hätte braune oder sogar dunkelbraune Augen. Das stimmt nicht. Seine Augen waren vielmehr von einem so dunklen Blau, einer Art Marineblau, dass sie fast schwarz wirkten. Selten, wenn das Licht in seine Augen fällt bei Farbfilmen, ist das Blau zu erkennen. Ich weiß es aber auch aus der Biografie einer Schauspielerin, die mit ihm zu tun hatte und hingerissen war von diesen tiefdunkelblauen Augen, sie nannte sie ‚Cobalt-Blue‘.

Von Elizabeth Taylor wurde behauptet, sie hätte ‚violette‘ Augen. Wahrscheinlich auch beeinflust durch Kleidung und Lichteinfall schimmerte etwas in ihrer blauen Iris ins rötliche und verursachte dadurch diesen Eindruck.

Das sind bekannte Leute, Filmschauspieler, denen man in Großaufnahmen tief in die Augen gucken kann. Ich bin sicher, dass eine Menge unbekannter Menschen ebenfalls über besondere Augenfarben verfügen; das ist nur nicht bekannt und vermutlich achtet auch niemand so genau darauf.

Obwohl behauptet wird, die Farbe der Augen könne sich nicht von selbst ändern (weshalb sie ja als ‚unveränderliches Kennzeichen‘ im Ausweis festgehalten ist) tut sie das sehr wohl.

Abgesehen von der Tatsache, dass viele Babys mit blauen Augen geboren werden, bis sich genug Melanin entwickelt und die ‚bleibende‘ Augenfarbe sich manifestiert, absehen davon, dass auch sehr dunkeläugige Menschen, eben durch Melaninverlust, im Alter wieder blaue Augen bekommen – kann sich auch sonst dies und das wandeln. Ich war mit einem grünäugigen Mann verheiratet, dessen Stimmung ich an den Augen ablesen konnte. Bei guter Laune Goldgrün, bei Wut Stachelbeergrün und bei Traurigkeit Oliv. Das war zuverlässig. Dieser Mann hatte einen Neffen, der als Kleinkind durch knallblaue Augen begeisterte – die wechselten in der Pubertät zu reinem Grün, hielten sich damit aber nicht auf und verblüffte mich, als ich den jungen Mann im Alter von 22 Jahren wiedersah: Inzwischen saßen ihm ganz hellbraune, fast orange-schimmernde Augen im Kopf. Sehr ungewöhnlich und recht attraktiv.

Ich las von einer Frau, die in ihrer Kindheit so schreckliche Sachen erlebt hat, dass ihre Seele in Einzelteile explodierte; sie wurde später wegen ihrer multiplen Persönlichkeiten behandelt, schrieb nicht nur, je nach dem, welchen Anteil sie gerade nach vorn ließ, mit unterschiedlicher Handschrift, sondern wechselte auch mit dem jeweiligen Seelenanteil die Augenfarbe, Was dafür spricht, dass Emotionen und Hormone spontan und sichtbar Einfluss auf diese Körperzellen haben können. Ebenso bin ich vor langer Zeit einer Person begegnet, die nach einem Unglücksfall, von ihm selbst verursacht und mit großer Gewissensqual verbunden, im Alter von 34 Jahren die Augenfarbe wechselte; von mittelbraun zu hellem Grau, und das blieb dann so. Ich habe selbst in diese grauen Augen geblickt und Fotos von früher, mit braunen Augen, gesehen.

Direkt nachdem meine Mutter gestorben war, schienen meine Augen relativ plötzlich bedeutend blauer auszusehen als vorher. Ich versuchte mir zu sagen, dass ich mir das nur einbildete, aber Menschen meiner Umgebung sprachen mich ebenfalls darauf an. Nach ungefähr zwei Jahren gab sich das wieder und ich hatte meine gewöhnliche graue Augenfarbe zurück. Warum passiert so etwas und was hat es zu bedeuten? 

Selbstverständlich ist es möglich, die Augenfarbe künstlich zu ändern, falls man Wert darauf legt. Sängerin Madonna trug immer wieder mal gern hellbraune Kontaktlinsen über ihren himmelblauen Augen, und farbige Linsen sind ja auch für Normalbürger nicht unerschwinglich. 

Darüber hinaus gibt es die gefährliche und nicht sehr gesunde Methode, Implantate auf die Iris zu operieren oder sogar die Augen zu tätowieren … Etwas für Leute, die sich möglichst hinterher nicht wieder umentscheiden.

Über Augenfarben gibt es eine Menge Vorurteile. Braunäugige Menschen sollen zuverlässiger sein als Blauäugige, Grünäugige sexuell aktiver und wenig zuverlässig, Grauäugige berechnend und kalt.

Es existieren aber auch wissenschaftliche Fakten über den Zusammenhang von Augenfarbe und körperlicher Empfindlichkeit bzw. Anfälligkeit. Dazu wäre zu sagen, dass ich wissenschaftlichen Fakten gern misstraue. Da die Wissenschaft sich nie hinsetzt und es mit den letzten Erkenntnissen gut sein lässt, sondern ständig weiterforscht, kommt sie häufig zu neuen Ergebnissen und revidiert die alten. Was bedeutet, eigentlich kann man platterdings immer nur sagen: nach DERZEITIGEM Stand der wissenschaftlichen Erkenntnissen …

Also, nach denen sind Menschen mit blauen Augen weniger schmerzempfindlich als Braunäugige. Beispielsweise hat man erforscht, dass blauäugige Frauen prozentual leichtere Geburten erleben als ihre braunäugigen Schwestern. Dafür sind ihre Augen lichtempfindlicher und anfälliger für Augenkrankheiten. Zudem wurde ‚festgestellt‘, dass Braunäugige mehr zu Depressionen und Angststörungen neigen.

Es gibt Leute, denen Augenfarbe sehr wichtig ist; die sich grundsätzlich nur in blauäugige Frauen oder in Männer mit braunen Augen verlieben und die nach wenigen Minuten Bekanntschaft bereits wissen, was der neue Mensch in ihrem Leben augenfarblich zu bieten hat.

Dann gibt es wieder welche, denen das komplett egal ist, die in keiner Weise darauf achten und die nicht mal genau wissen, was ihre Eltern oder Geschwister für eine Augenfarbe haben.

Am beliebtesten weltweit sind übrigens blaue Augen, nicht sehr beliebt, trotz der Seltenheit, grüne oder graue.

Wissenschaftlich erwiesen soll sein, dass dunkle Pigmente sich, genetisch, immer durchsetzen.  Das mag überwiegend so sein – keine Ahnung. Ich kannte ein Paar mit sehr dunklem Haar und tiefbraunen Augen, alle beide. Die brachten eine Tochter hervor mit sehr dunklem Haar und – wasserblauen Augen! Glücklicherweise sah sie ihrem Vater ansonsten ausgesprochen ähnlich, ganz sein Gesichtsschnitt, seine Nase und seine Zahnstellung. Außerdem litt sie an identische Wutanfälle …

Meine Großmutter, die Romni, guckte natürlich aus dunklen Augen, meine Mutter hat mir erzählt, so dunkel, dass man nicht sehen konnte, wo die Iris aufhörte und die Pupille anfing. Ihr Mann, mein Großvater, hatte klar blaue Augen. Ihre drei Töchter bekamen sechs graublaue Augen.

Die Mutter meines Vaters besaß graue Augen, sein Vater braune, er selbst blaue. Weil also zwei Anteile meiner Großeltern braune Augen hatten, hätte ich die genetisch (mit großer Wahrscheinlichkeit, wenn wir daran glauben, dass dunkle Pigmente sich durchsetzen) also auch bekommen sollen.

Ich glaube, Gene machen, was sie wollen. Vielleicht jedoch hören sie auch auf Wünsche. Denn meine Mutter wünschte sich ihre ganze Schwangerschaft hindurch ausdrücklich eine Tochter mit hellen Augen. Und sie pflegte ihren Kopf durchzusetzen.

Glücksfaktor: Mit der eigenen Augenfarbe zufrieden zu sein …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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