Die Fische-Frau und die Liebe

Februar 20, 2021 admin No comments exist

Die astrologische Fische-Frau ist ein Märchenwesen, manchmal fast wie nicht von dieser Welt, verträumt, sinnlich und ungemein anziehend. Fische (und Krebse) besitzen die schönsten Augen im Tierkreis, klar und doch geheimnisvoll. 

Eine Fischin braucht eine Schulter zum Anlehnen, was bedeutet, sie vermittelt Männern das angenehme, schon fast verlernte Gefühl, stark und überlegen zu sein. Sie gibt ohne weiteres zu, dass sie dies und das nicht so gut kann und Hilfe braucht. Sie bleibt zögernd vor einer Pfütze stehen, ganz ohne berechnende Koketterie, und ist ehrlich erstaunt (und erfreut) wenn jemand seinen Mantel draufschmeißt, damit sie mit trockenen Füßchen hinüberkommt. Andere Frauen beobachten häufig mit einem gewissen Neid, dass sich da immer ein Mann mit Mantel findet.

Aprospos Mantel: Die Fische-Frau ist auch begeistert, wenn man ihr in denselben hilft oder ihr die Tür aufhält. (Bei einer Widderin gibt es dafür eventuell Dresche. Zumindest wird sie grummeln, ob man denkt, sie wäre infantil und könne das nicht selber.) Männer, die inzwischen wahnsinnig emanzipiert sind, deren Texte von ‘*in’ hinter jedem Substantiv wimmeln und die ihre Liebste gern die beiden Schrankkoffer allein tragen lassen, müssen dann erstmal wieder umlernen.

Die Fische-Frau bleibt lebenslang ein Mädchen. Das macht sie sehr jung, wenn sie älter wird. Trotzdem gibt sie eine wunderbare Mutter ab. Falls keine Kinder da sind – oder auch, wenn welche da sind – bemuttert sie auch ihren Gefährten. Fürsorge ist ihr zweiter Vorname. Sie findet es herrlich, andere zu verwöhnen.

Mit ihr kann man die romantischsten Liebesgeschichten erleben. Andererseits  ist es nahezu unmöglich, mit ihr eine UNromantische Liebesgeschichte zu erleben. Sex ohne Romantik interessiert sie nämlich nicht die Bohne. Und wenn sie 500 Affären hat, so sind das alles keine Affären, sondern Liebesgeschichten. Elizabeth Taylor (27. Februar) hat deshalb so oft geheiratet, weil sie jedesmal die Liebe ihres Lebens erfuhr, eine Leidenschaft bis in alle Ewigkeit, das ganz große Happy-End.

Und weil bei einer Fischin das Gefühl immer beteiligt sein muss, kann sie auch beim lockersten Lebenswandel nie eine Schlampe sein. Was nicht bedeutet, dass sie etwa prüde wäre, im Gegenteil. Sie verfügt über eine ausgeprägte Sinnlichkeit und Hingabefähigkeit, die Bereitschaft, auf jeden Wunsch ihres Partners einzugehen. Sie findet es, wie gesagt, herrlich, andere zu verwöhnen.

 

Es war immerhin Anaïs Nin (21. Februar) die gewissermaßen die ersten Pornos aus weiblicher Feder lieferte, um 1940 herum. Obwohl wir das inzwischen höchstens ‘erotische Geschichten’ nennen würden, war es damals sehr gewagt.

Eine echte Fische-Frau ist die Weiblichkeit schlechthin, manchmal bis zum Klischee und vermutlich nicht ganz politisch korrekt. Sie kann noch so intellektuell und gebildet sein, wenn es ernst wird verlässt sie sich auf ihre Emotionen und ihre Intuition.

Dieses zwölfte Zeichen im Tierkreis hat Bezug zum Christentum. Im Urchristentum benutzte man zunächst mal etwa zweihundert Jahre lang keineswegs das Kreuz als Symbol, sondern einen stilisierten Fisch. Es ist die Religion der Märtyrer, der Selbstlosen. Ein Christ soll, wenn man ihn links ohrfeigt, still und ergeben die rechte Seite zur gefälligen Bedienung hinhalten und Jesus hat sich für die ganze Menschheit geopfert.

Dies ist eine Gefahr, in der sich gerade die Fische-Frau befindet. Sie ist so einfühlsam, so mitleidig, und irgendwie findet sie auch Gefallen daran, sich selbst derart hinzugeben, dass manchmal nichts übrig bleibt. Sie kann, wenn sie nicht aufpasst, das geborene Opfer sein, sehr anfällig fürs Helfer-Syndrom. Narzisten und andere Bösewichte haben bei ihr gute Chancen. Sie wird ihnen mildernde Umstände wie eine schlimme Kindheit zubilligen und sich von ganzem Herzen der Aufgabe widmen, ihre Seele zu heilen, manchmal für den Rest ihres Lebens. Das Merkwürdige ist, dass sie es irgendwie genießen kann, unglücklich zu sein. Märtyrerin.

Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass sie sich, der Opferrolle zuliebe, Täter schafft. Sie provoziert sehr geschickt und vielleicht hinter ihrem eigenen Rücken ‘Unrecht’, das ihr angetan wird. Zum Schluss sitzt sie da und weint herzzerreißend (meistens sieht sie dabei auch noch süß aus), während die ‘Täter’ um sie herum sich böse, gemein und vor allem schuldig fühlen. Irgendwer muss schließlich die Schuld haben. Und wenn die Fischin von Natur aus eins ist, dann unschuldig.

Mit wem wird ein Fische-Mädchen nun aber glücklich?

Wir wollen ihr vor allem einen reifen, liebevollen Partner gönnen, was ja wenig vom Alter abhängt. Es gibt entsetzlich unreife, betagte Schnösel in jedem Sternzeichen.

Skorpion und Krebs sowie männliche Fische besitzen Seelenverwandschaft mit ihr, könnten andererseits selbst zu labil sein und ihre Opferbereitschaft zu sehr ausnutzen.

Die Erdzeichen geben ihr mehr Halt. Ein freundlicher Stier oder ein ruhiger Steinbock passen wunderbar zur Fischin – ein Jungfrau-Mann könnte zu kühl und streng sein, wenn andere Aspekte fehlen.

Intellektuelle Fische-Frauen haben sicher Freude an den Gesprächen mit Zwillingen, Waage und Wassermännern, aber die Luftzeichen besitzen häufig nicht genug Gefühlstiefe oder können sie zumindest nicht genug zeigen.

Mit Widdern und Löwen sollte die Fischin vorsichtig sein, das Feuer kann ihr Wasser verdampfen. Und trotzdem ist das dritte der Feuerzeichen, der Schütze-Mann, ein Geheimtipp für sie. Bevor  Neptun entdeckt und astrologisch den Fischen zugeordnet wurde, teilten sich nämlich die Fische mit dem Schützen den Glücksplaneten Jupiter. Diese tiefe Beziehung ist immer noch vorhanden. Der ritterliche, warmherzige Schütze-Mann kann, mehr als jeder andere, Schutz und Schild für dieses bezaubernde Wesen sein. Und er hat sie verdient.

Glücksfaktor: Natürlich tanzen auch und gerade die Fische-Mädchen schöner als alle anderen. Viele berühmte Tänzerinnen wie Cyd Charisse oder Tatjana Gsovsky sind in den Fischen geboren!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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